Im deutschen Gesundheitssystem zeichnen sich Nachbesserungen ab. Überlegungen, Patienten von der Zuzahlung für besonders preisgünstige Arzneimittel zu befreien, werden inzwischen auch von Koalitionspolitikern wie Unions-Fraktionschef Volker Kauder unterstützt und auch das umstrittene Arzneimittelsparpaket soll - so berichten Medien am Samstag - nachgebessert werden.

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Zukünftig soll also der Patient entscheiden - Sekt oder Selters - Billigmedikament und keine Zuzahlung, oder doch lieber ein modernes Originalmedikament mit der entsprechenden Zuzahlung. Ganz schön fies von der Ulla. Wie soll der Patient denn wissen was ihm gerade gut tut?
Das letzte Wort wird dann der Arzt haben, immer darauf bedacht sein Budget nicht zu überschreiten. Bleibt zu hoffen, dass der noch den hippokratischen Eid kennt:

“Die Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meinem Vermögen und Urteil, mich davon fernhalten, Verordnungen zu treffen zu verderblichem Schaden und Unrecht.”

Den Originalanbietern in der Pharmaindustrie wird nicht schmecken, wenn unter diesem Regieme der Verordnungsanteil der Generikapräparate bei 30% und mehr liegen wird. Da werden sich die Unternehmen wieder etwas einfallen lassen um den Arzt noch fester an sich zu binden. Vielleicht drohen sie wieder mit Arbeitsplatzabbau und Wegzug ins kostengünstigere Ausland.

Bleibt zu wünschen, dass Angie und der Franz samt Mannschaft standfest bleiben, zum Wohl der Solidargemeinschaft.