Nun ist sie da, Deutschland hat die Vogelgrippe.
Auf der Ostseeinsel Rügen gibt es inzwischen 59 bestätigte Fälle von Vogelgrippe. Ab Freitag sitzt jegliches Federvieh wieder hinter Gittern.
Die Vogelgrippe ist eine Tierseuche, die nur in ganz seltenen Fällen auf den Menschen übergeht. Für Zuchtgeflügel ist der H5N1-Erreger besonders tödlich und kann binnen weniger Stunden eine ganze Schar dahinraffen. Wilde Enten und Gänse sind weit weniger anfällig. Übertragen wird das Virus durch Ausscheidungen der oberen Atemwege und Kot. Von Vogel zu Mensch wird das Virus nur schwer übertragen. In Asien haben tausende von Fällen erkrankter Vögel nur zu 120 bekannten Fällen beim Menschen geführt, davon endeten 60 Fälle tödlich. Im Gewebe kann das Virus überleben. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass eine Infektion erfolgen kann, wenn Fleisch und Eier richtig durchgekocht werden. Bei einer Kerntemperatur von 60 bis 70 Grad über 30 Minuten geht das Virus zugrunde.
Das Friedrich-Löffler-Institut hat schon im August 2005 mitgeteilt, dass deutsche Forscher einen neuen Impfstoff gegen die Vogelgrippe mit dem Subtyp H5 gefunden und erfolgreich getestet haben. In der EU ist eine Impfung bislang nicht erlaubt, weil man geimpfte und infizierte Tiere dann nicht mehr sicher auseinanderhalten kann. Allerdings erlaube der neue Impfstoff diese Unterscheidung. Wie die Forscher erklären, könnten die Tiere über Sprays, Augentropfen oder Trinkwasser auch in größeren Betrieben leicht geimpft werden.
Sonderbarerweise wird darüber in den Medien nichts erwähnt, obwohl man mit einer Durchimpfung der Geflügelbestände auch die Menschen vor einer Infektion mit dem Vogelgrippevirus schützen könnte. Auch müsste bei einer weiteren Verbreitung der Vogelgrippe nicht massenhaft Nutzgeflügel getötet werden und die Geflügelzuchtbetriebe würden nicht in den finanziellen Ruin getrieben.
Dafür hört man von Politikern und anderen mehr oder weniger kompetenten Personen :” Es gibt ja keine unmittelbare Gefahr für die Menschen. Aber überall dort, wo es einen Umgang mit Tieren gibt, muss man schon sehr vorsichtig sein.” Was nun, ist er Umgang mit Tieren nun gefährlich oder nicht. NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg scheint - wie bei Politikern allgemein so üblich - nicht zu wissen von was er redet.
Und weiter gibt der Minister Uhlenberg von sich:”Ich glaube, dass diese Schutzzone wichtig ist, die man dort eingerichtet hat. Das sind jetzt die Möglichkeiten, die man hat, damit möglichst auch der Übertrag vom Wildgeflügel auf das Nutzgeflügel nicht erfolgt.” Er glaubt, dass heisst, er weiss es nicht. Glauben tut man in der Kirche. Würde man beispielsweise das Nutzgeflügel impfen, könnte es nicht vom Wildgeflügel angesteckt werden.
Das ist wieder einmal typisch Deutschland,man wartet geduldig ab bis die Vogelgrippe im Land ist, obwohl sie sich ja lange genug angekündigt hat und wenn es dann wirklich soweit ist klappt nichts und alle Verantwortlichen laufen durcheinander wie eine Herde aufgescheuchter Hühner, kopflos und inkompetent.
Eigentlich müsste man die Politiker da hinsperren, wo die armen Federviecher jetzt sitzen, wirklich kompetente Leute an die Spitze lassen und denen nicht in ihr Handwerk reinreden.
Man muss sich Gedanken machen was gefährlicher ist, das Virus oder die Menschen die mit der Situation nicht umgehen können.
