PharmamarketingJune 28, 2006 11:15 am

Wie das Deutsche Ärzteblatt am 28.06.06 berichtet, wirft
Consumers International, ein internationaler Dachverband von Verbraucherschutzorganisationen, der Arzneimittelindustrie ein „skrupelloses Marketing“ vor, das zur Desinformation von Verbrauchern führe. Der Bericht „Branding the Cure“ beklagt die mangelnde Transparenz der 20 größten Pharmagiganten, die sich ungern in die Karten sehen lassen, wenn es darum geht, wie sie Gelder zur Beeinflussung von Ärzten und Patientenorganisationen verwenden.

Der Leiter von Consumers International, Richard Lloyd , beklagte, dass die Firmen fast doppelt so viel Geld für Marketing ausgäben wie für Forschung und Entwicklung, der Verbraucher aber so gut wie keine Informationen darüber erhalte, wie dieses Geld eingesetzt wird.

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Pharmamarketing 10:29 am

Wie die NRhZ-online am 27.06.06 meldet, lässt der BAYER-Konzern in Rio de Janeiro Proben seines Potenzmittels “Levitra an Fussballfans verteilen.

Brasilianische Gesundheitsbehörden kritisieren die Aktion, da das Präparat ohne medizinische Aufsicht ausgegeben wird. Dem Unternehmen droht eine Strafe von 1,5 Millionen Real (600.000 Euro).

Auch in Deutschland behilft sich BAYER zweifelhafter Marketing-Methoden: so wurde über das nach Darstellung der Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. unseriöse „Institut für Gesundheitsberatung“ die so genannte „Levitra-Studie“ verbreitet, die in der irrsinnigen Aussage gipfelte, dass „Potenzprobleme in Deutschland über 60 Milliarden Euro Schaden verursachen“. In Broschüren, mit denen Pharmareferenten über neue Produkte informieren, stellte BAYER die schnelle und lange Wirksamkeit von Levitra heraus - verschwieg aber, dass sich diese Aussage auf Tests mit betäubten Hasen bezog.

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PharmamarketingJune 27, 2006 5:56 pm

Im Jahrbuch Korruption 2006 hat Transparency International festgestellt dass im deutschen Gesundheitswesen medizinische Studien manipuliert, Behörden beeinflusst, Risiken verschwiegen und Selbsthilfegruppen wie der Deutsche Diabetiker Bund unterwandert werden.

Als Hauptverantwortlichen nennt Transparency International die Pharmaindustrie. Dies führt dazu, dass das deutsche Gesundheitssystem für die dritthöchsten Gesundheitskosten weltweit nur mittelmäßige Leistungen bietet. Rumänien erhielt von Transparency International eine ähnliche Bewertung seines Gesundheitssystems und musste dafür seinen EU-Beitritt nach hinten verschieben. Was unternimmt die Bundesregierung dagegen?

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PharmamarketingJune 22, 2006 6:06 pm

Dr. med. S., eine Fachärztin für Transfusionsmedizin, hat mich auf eine interessante „Fortbildungsveranstaltung“ aufmerksam gemacht, zu der sie gestern in Frankfurt eingeladen war.
Die Fortbildung stand unter dem Titel „Erfolgreiche Vermarktung von Studienergebnissen“ und wurde von Dr. med. Günter Umbach geleitet, der auf seiner Homepage große Pharmakonzerne unter seinen Referenzen auflistet: Bayer, Schering, Schwarz Pharma, GlaxoSmithKline usw….
Die Einladung wirbt mit dem Thema „Wie ich Resultate vermittle, um das Verschreibungsverhalten zu beeinflussen“….
(via pharmablog)

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Pharmamarketing 4:29 pm

Frau J. aus Frankfurt berichtet, wie ihre Hautärztin auf den Rezepten immer eine Pharmafirma bevorzugt mit dem erstaunlich ehrlichen Argument, dass die Firma “schließlich ihre Fortbildungen bezahlt”. Ich gebe die Mail von Stephanie hier mit ihrem Einverständnis wieder, weil es weit verbreitete Praxis ist, dass Ärzte im Gegenzug für manche Vergünstigungen Präparate bestimmter Hersteller bevorzugen…
(via pharmablog)

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