Pharmakotherapieberater - kostengünstige Alternative
Teure Arzneimittel belasten die Budgets von Kassen und Ärzten. Spezialisten helfen, durch Analyse der Verschreibungen Kosten zu senken. Denn immer noch werden Medikamente verordnet, für die es längst günstige Nachahmerpräparate gibt.
Mittlerweile sind die Beratungsapotheker das strukturelle Gegenstück der Pharmareferenten geworden, die im Auftrag der Arzneimittelindustrie als verkaufende Berater unterwegs sind. Dörte Meyer dagegen bietet den Ärzten keine neuen Wirkstoffe und Präparate, sondern die Analyse ihres Verschreibungsverhaltens sowie Empfehlungen zu den günstigen Alternativen in einem Markt von rund 60.000 Produkten.
Trotzdem gelten die Berater auch heute noch als eine exotische Zunft. Sollten aber die Kassen, wie es die AOK vorhat, die Beratung ausbauen, werden sie Pharmazeuten mit Erfahrung außerhalb der Apotheken benötigen. Dörte Meyer sieht die wichtigsten Voraussetzungen darüber hinaus in einem Zusatzstudium wie Public Health oder Gesundheitswissenschaften.
Da ist dann nichts mehr mit dem coolen Job, wie die Userin “ella2006″ im Forum für gestrauchelte Pharmaberater den “Beruf” des Pharmaberaters bezeichnet. Ganz wenige der jetzigen industrieabhängigen Arzneimittelvertreter kämen in Betracht, weil sie nicht die nötigen Voraussetzungen für die Tätigkeit eines Pharmakotherapieberaters mitbringen. Mag für die Tätigkeit eines sogenannten Pharmaberaters schon mal die Vorbildung eines Dachdeckers oder einer Friseuse ausreichend sein, so sind für die Tätigkeit als Pharmakotherapieberater andere Voraussetzungen nötig.
