PharmamarketingJuly 24, 2006 10:51 am

Teure Arzneimittel belasten die Budgets von Kassen und Ärzten. Spezialisten helfen, durch Analyse der Verschreibungen Kosten zu senken. Denn immer noch werden Medikamente verordnet, für die es längst günstige Nachahmerpräparate gibt.

Mittlerweile sind die Beratungsapotheker das strukturelle Gegenstück der Pharmareferenten geworden, die im Auftrag der Arzneimittelindustrie als verkaufende Berater unterwegs sind. Dörte Meyer dagegen bietet den Ärzten keine neuen Wirkstoffe und Präparate, sondern die Analyse ihres Verschreibungsverhaltens sowie Empfehlungen zu den günstigen Alternativen in einem Markt von rund 60.000 Produkten.

Trotzdem gelten die Berater auch heute noch als eine exotische Zunft. Sollten aber die Kassen, wie es die AOK vorhat, die Beratung ausbauen, werden sie Pharmazeuten mit Erfahrung außerhalb der Apotheken benötigen. Dörte Meyer sieht die wichtigsten Voraussetzungen darüber hinaus in einem Zusatzstudium wie Public Health oder Gesundheitswissenschaften.

Der ganze Bericht…

Da ist dann nichts mehr mit dem coolen Job, wie die Userin “ella2006″ im Forum für gestrauchelte Pharmaberater den “Beruf” des Pharmaberaters bezeichnet. Ganz wenige der jetzigen industrieabhängigen Arzneimittelvertreter kämen in Betracht, weil sie nicht die nötigen Voraussetzungen für die Tätigkeit eines Pharmakotherapieberaters mitbringen. Mag für die Tätigkeit eines sogenannten Pharmaberaters schon mal die Vorbildung eines Dachdeckers oder einer Friseuse ausreichend sein, so sind für die Tätigkeit als Pharmakotherapieberater andere Voraussetzungen nötig.

PharmamarketingJuly 12, 2006 1:50 pm

Die Berliner Zeitung berichtet heute über den Branchenexperten Peter Sawicki zu Arzneipreisen, staatlicher Steuerung und fehlendem Fortschritt….

Pharmafirmen versuchen über ihren Aussendienst, Ärzte - die den Arzneimittel-Einsatz im wesentlichen steuern - zu manipulieren. Das passiert ganz subtil. Da gibt es Pharma-Professoren, die eben nicht neutral über neue Entwicklungen sprechen können, weil sie selbst und ihre Institute von der Industrie finanziert werden. Aber auch Patientenverbände werden von Medikamentenherstellern beeinflusst - und üben ihrerseits Druck auf die Ärzte aus.

Wie lässt sich das ändern?

Unabhängige Pharmareferenten, die von den Krankenkassen bezahlt werden und die die Ärzte neutral informieren, wären eine große Hilfe. Außerdem kann man auch durch kleine Veränderungen viel bewegen: beispielsweise, wenn die Teilnahme von Ärzten an pharmagesponserten Kongressen nicht mehr als Fortbildung gezählt wird.

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PharmamarketingJuly 8, 2006 7:47 pm

…Nicht zuletzt dieser Umstand ließ Röpke und Glaeske unisono die Wichtigkeit einer besseren Beratung der Mediziner in Sachen Medikamentenverordnung betonen. Ähnlich dem bayrischen Modell, bei dem ehemalige Pharmareferenten - also frühere Verkaufsvertreter von Medikamentenherstellern - für die Schulung von Ärzten angeworben wurden, soll demnächst auch in Bremen der Dschungel auf dem Arzneimittelmarkt für Ärzte durchschaubarer gemacht werden…..

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Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass sich andere Bundesländer diesem Beispiel anschliessen.

PharmamarketingJuly 4, 2006 12:50 pm

Am Montag haben die Spitzen von Union und SPD in alle Frühe die Eckpunkte der Gesundheitsreform präsentiert. Wer gewinnt, wenn diese Pläne umgesetzt werden? Wer verliert? stern.de führt die wichtigsten Punkte auf.

Ringen sich Union und SPD zu durchgreifenden Strukturreformen durch?

Bis zu 5 Milliarden sollen hier gespart werden, bei knapp 150 Milliarden Euro Kassen-Ausgaben im Jahr. Einsparungen sind schwer zu berechnen - doch sehen Union und SPD ein ganzes Bündel vor, unter anderem: ein neues Finanzierungssystem für Praxisärzte nach Pauschalen in Euro; mehr Kosteninfos durch Arztrechnungen; Preisverhandlungen zwischen Kassen und Pharmafirmen; die Möglichkeit von Einzelverträgen zwischen Kassen und Ärzten; Höchstpreise für Medikamente; weniger Einfluss für die 15 000 Pharmareferenten; stärkere Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneien.

Der ganze Bericht hier

Heiss gings her am Montag im morgentlich kühlen Berlin, doch es gibt u. a. endlich Lichtblicke, dass das Heer der Pillenflüsterer die Ärzte nicht mehr wie bisher in ihren Verordnungsgewohnheiten beeinflussen wird.

Pharmaberater - Pharmaluschen 12:40 pm

Jeden Morgen machen sich 15.500 sogenannte “Pharmaberater” auf die Socken um die bundesdeutschen Arztpraxen heimzusuchen und den Ärzten ins Ohr zu flüstern, was sie tunlichst verordnen sollen, damit bei den Pharmaunternehmen der Umsatz brummt und die Prämien der “Pharmaberater” stimmen. Wie das in der Praxis abgeht schildert nun ein “Pharmaberater” im Internet.

Notizen eines Pharmaberaters


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