Weniger Einfluss für Pharmareferenten
Am Montag haben die Spitzen von Union und SPD in alle Frühe die Eckpunkte der Gesundheitsreform präsentiert. Wer gewinnt, wenn diese Pläne umgesetzt werden? Wer verliert? stern.de führt die wichtigsten Punkte auf.
Ringen sich Union und SPD zu durchgreifenden Strukturreformen durch?
Bis zu 5 Milliarden sollen hier gespart werden, bei knapp 150 Milliarden Euro Kassen-Ausgaben im Jahr. Einsparungen sind schwer zu berechnen - doch sehen Union und SPD ein ganzes Bündel vor, unter anderem: ein neues Finanzierungssystem für Praxisärzte nach Pauschalen in Euro; mehr Kosteninfos durch Arztrechnungen; Preisverhandlungen zwischen Kassen und Pharmafirmen; die Möglichkeit von Einzelverträgen zwischen Kassen und Ärzten; Höchstpreise für Medikamente; weniger Einfluss für die 15 000 Pharmareferenten; stärkere Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneien.
Heiss gings her am Montag im morgentlich kühlen Berlin, doch es gibt u. a. endlich Lichtblicke, dass das Heer der Pillenflüsterer die Ärzte nicht mehr wie bisher in ihren Verordnungsgewohnheiten beeinflussen wird.
