Die Berliner Zeitung berichtet heute über den Branchenexperten Peter Sawicki zu Arzneipreisen, staatlicher Steuerung und fehlendem Fortschritt….

Pharmafirmen versuchen über ihren Aussendienst, Ärzte - die den Arzneimittel-Einsatz im wesentlichen steuern - zu manipulieren. Das passiert ganz subtil. Da gibt es Pharma-Professoren, die eben nicht neutral über neue Entwicklungen sprechen können, weil sie selbst und ihre Institute von der Industrie finanziert werden. Aber auch Patientenverbände werden von Medikamentenherstellern beeinflusst - und üben ihrerseits Druck auf die Ärzte aus.

Wie lässt sich das ändern?

Unabhängige Pharmareferenten, die von den Krankenkassen bezahlt werden und die die Ärzte neutral informieren, wären eine große Hilfe. Außerdem kann man auch durch kleine Veränderungen viel bewegen: beispielsweise, wenn die Teilnahme von Ärzten an pharmagesponserten Kongressen nicht mehr als Fortbildung gezählt wird.

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