PharmamarketingAugust 17, 2006 1:26 pm

Der Gesundheits-Experte Sawicki macht unseriöses Pharma-Marketing mitverantwortlich für die hohen Arzneimittelausgaben. Die Konzerne brächten neue, teure Mittel auf den Markt, ohne deren Zusatznutzen zu belegen.

«Die Informationen, die die Pharmareferenten bei Ärzten hinterlassen, sind zu mehr als 90 Prozent nicht durch Studien belegt», sagte Sawicki. «Sie sind einseitig und unvollständig, im schlimmsten Fall sind sie schlicht falsch.»

Mehr dazu bei netzzeitung.de

Pharmamarketing 1:21 pm

Beim Pharmaunternehmen Ratiopharm fliegen wieder die Fetzen. Jetzt hat es auch die taffe Dagmar Siebert erwischt, die 19 Jahre lang in führenden Positionen des Konzerns arbeitete, zuletzt als Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb.

Siebert gilt als eine der Hauptverantwortlichen für die Geldzahlungen an Ärzte, mit denen Ratiopharm den Absatz seiner Arzneimittel gefördert haben soll.

Erst musste sie nach Veröffentlichung der skandalösen Vertriebsmethoden im stern ihren Chefposten beim Lobbyverband “Pro Generika” räumen, dann wurde sie hausintern kalt gestellt, weil der Außendienst direkt dem Eigentümer Philipp Merckle unterstellt wurde, und nun wurde sie am vergangenen Donnerstag nicht gerade ehrenhaft entlassen.

Der ganze Bericht über ratiopharm beim Pharmablog

PharmamarketingAugust 9, 2006 9:54 pm

Das Vertriebsmodell der europäischen Pharmaindustrie steht unter Druck. Regulatorische Änderungen, verändertes Käuferverhalten, sinkende Preise und schwache Produkt-Pipelines verlangen nach neuen Ansätzen.

In einer europaweiten Studie kommt Roland Berger Strategy Consultants zu dem Ergebnis, dass das traditionelle Modell, durch mehr Außendienstmitarbeiter die Absätze zu steigern, nicht mehr funktioniert. Um die Vertriebseffektivität (Sales Force Effectiveness) zu erhöhen, setzen Pharmaunternehmen daher zunehmend auf gezielte Kundenauswahl und individuelle Ansprache, Mitarbeiterschulungen sowie bessere Besuchsqualität.

Wie die Berater mit ihrer Umfrage unter über 200 Managern führender europäischer Pharmaunternehmen zeigen, hat der reine Größenfokus im Außendienst ausgedient. Während in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Pharmareferenten in Europa von 60 000 um 60 Prozent auf rund 100 000 wuchs, wollen die Unternehmen ihren Vertrieb nun wieder verkleinern.

Den ganzen Bericht lesen

Es kommen schwere Zeiten und die Spreu trennt sich vom Weizen.

Pharmaberater - PharmaluschenAugust 6, 2006 2:59 pm

Im Forum für gestrauchelte Pharmaberater berichtet “Käthe”, dass sie Pharmaberaterin werden möchte.
Käthe ist 22, hat eine Ausbildung zur PKA und PTA gemacht und will Pharmaberaterin werden. Sie denkt (?) Verkaufen ist “ihr Ding”. Und das beweisst sie auch gleich. Sie hat neben der PTA-Schule in einem Restaurant mit Forum (!) gekellnert. In diesem Restaurant verkehren wohl überwiegend Geschäftsleute, entweder zum Mittagessen oder zu abendlichen Geschäftsessen. Darüber hinaus finden in diesem Restaurant - und dies ist ganz wichtig für eine Prädestination zur Pharmaberaterin - hin und wieder auch Schulungen pharmazeutischer Firmen statt. In einem solchen bildungsintensiven Umfeld hat unsere Käthe ein wenig gelernt frei mit Fremden zu reden.

Nun macht unserer Käthe nur noch Sorge, wie es auf dem Stellenmarkt aussieht und ob man mit dem bisschen Hirn auch eine Stelle findet. Der Job des Pharmaberaters ist vor vielen Jahren mal eine überaus seriöse Tätigkeit gewesen, den Ärzten zu vermitteln wie diese mit den angebotenen pharmazeutischen Präparaten effektiv ihre Patienten behandeln können. Davon ist mittlerweile nichts mehr übrig geblieben. Heute geht es nur noch um Profit und nicht mehr um das Wohl der Patienten.

Aber dass es schon so weit ist, dass eine spätpubertierende PKA bzw. PTA davon ausgeht, ein wenig kellnerieren in einem Restaurant würde zur Qualifizierung für den Job einer Pharmaberaterin ausreichen, das war mir neu. Nun weiss ich es, man lernt nie aus.

Wenn Sie mal in einer Arztpraxis einer sehr jungen Dame, bekleidet mit Servierschürze, Tablett in der Hand und Mustertasche unter dem Arm begegnen, das ist Käthe.

Pharmaberater - PharmaluschenAugust 3, 2006 4:37 pm

Nun endlich scheint sich auch im Forum für gestrauchelte Pharmaberater die Erkenntnis herum gesprochen haben, dass es mit dem “schönen Beruf” des Pharmaberaters vorbei ist. Pharmaunternehmen stellen ihre Aussendienstlinien ein, gerade von den Pharmakükenschulen kommende Pharmaberater finden keine Jobs und alte Hasen werden auf die Strasse gesetzt.

Wenn ich das nicht nur schon vor einem Jahr genau so prognostiziert hätte, auch im Forum für gestrauchelte Pharmaberater. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht, analytisches Denken gehört zu meiner Tätigkeit und so schwer war es gar nicht, zu erkennen was sich da abzeichnet.

Aber seinerzeit wurde ich beschimpft, verunglimpft und wegen meiner defätistischen Äusserungen aus dem Forum geworfen. Sei es drum. Ich kann damit gut leben. “Habemus Insalatam” - Da haben wir den Salat, besser gesagt, da habt Ihr den Salat. Und ehrlich gesagt, ich habe keinerlei Mitleid mit denen, die nun die Konsequenzen ziehen müssen.


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