Im Forum für gestrauchelte Pharmaberater berichtet “Käthe”, dass sie Pharmaberaterin werden möchte.
Käthe ist 22, hat eine Ausbildung zur PKA und PTA gemacht und will Pharmaberaterin werden. Sie denkt (?) Verkaufen ist “ihr Ding”. Und das beweisst sie auch gleich. Sie hat neben der PTA-Schule in einem Restaurant mit Forum (!) gekellnert. In diesem Restaurant verkehren wohl überwiegend Geschäftsleute, entweder zum Mittagessen oder zu abendlichen Geschäftsessen. Darüber hinaus finden in diesem Restaurant - und dies ist ganz wichtig für eine Prädestination zur Pharmaberaterin - hin und wieder auch Schulungen pharmazeutischer Firmen statt. In einem solchen bildungsintensiven Umfeld hat unsere Käthe ein wenig gelernt frei mit Fremden zu reden.

Nun macht unserer Käthe nur noch Sorge, wie es auf dem Stellenmarkt aussieht und ob man mit dem bisschen Hirn auch eine Stelle findet. Der Job des Pharmaberaters ist vor vielen Jahren mal eine überaus seriöse Tätigkeit gewesen, den Ärzten zu vermitteln wie diese mit den angebotenen pharmazeutischen Präparaten effektiv ihre Patienten behandeln können. Davon ist mittlerweile nichts mehr übrig geblieben. Heute geht es nur noch um Profit und nicht mehr um das Wohl der Patienten.

Aber dass es schon so weit ist, dass eine spätpubertierende PKA bzw. PTA davon ausgeht, ein wenig kellnerieren in einem Restaurant würde zur Qualifizierung für den Job einer Pharmaberaterin ausreichen, das war mir neu. Nun weiss ich es, man lernt nie aus.

Wenn Sie mal in einer Arztpraxis einer sehr jungen Dame, bekleidet mit Servierschürze, Tablett in der Hand und Mustertasche unter dem Arm begegnen, das ist Käthe.