Doctor’s Laptop - sponsord by Pharma
Eigentlich hat das Pharmaunternehmen Trommsdorf ihr Arzneimittel Emestar® zur Blutdrucksenkung entwickelt. Nun verursacht das Medikament allerdings genau das Gegenteil - hohen Blutdruck - jedenfalls bei einigen Mitarbeitern der Pharmafirma Trommsdorff. Die Patienten müssen sich nicht sorgen, das Medikament ist ok, lediglich die Marketingmethoden der Herstellerfirma, um das Medikament bei der Ärzteschaft bekannt zu machen, haben die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen.
Das Angebot war auch zu verlockend. Für 5 Patienten, die der Arzt auf Emestar® einstellte, bekam er einen Flachbildschirm, waren es 12 Patienten, rückte die Pharmafirma eine Espressomaschine raus und für 18 Patienten, die der Arzt per Anwendungsbeobachtungen an das Pharmaunternehmen meldete, durfte er sich über einen Laptop freuen. So großzügig zeigte sich die Pharmafirma Trommsdorff, wenn Ärzte bereit waren, ihren Blutdrucksenker Emestar® ihren Patienten zu verordnen.
Nun hat die Staatsanwaltschaft Aachen Trommsdorff durchsucht, “eine ganze Menge Unterlagen” beschlagnahmt, wie der leitende Oberstaatsanwalt mitteilte und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Grund: Die Ermittler gehen mehreren anonymen Hinweisen nach, denen zufolge bei den sogenannten Anwendungsbeobachtungen für das Medikament Emestar® kräftig gemauschelt wurde. Laut Staatsanwaltschaft besteht überdies der Verdacht, dass Ärzte die Behandlung der Patienten mit dem Medikament bei den Krankenkassen abgerechnet haben.
Solche Marketingmethoden sind nicht neu, ebensowenig das Verhalten der Ärzte. Der Pharmaindustrie geht es in erster Linie um Profit, nicht um das Wohl der Patienten, auf einige Ärzte scheint das auch zuzutreffen.
Quellenangabe:
Sternblog
an-online.de
